Ab auf die Piste, was Neues erleben…

Das Abenteuer begann für die Klassen 8a und 8c am Samstag, den 21. Januar, am Koblenzer Bahnhof. Nachdem das Gepäck von 62 Personen im Zug verstaut und die Plätze bezogen waren, konnten es sich die Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte Frau Erner, Frau Ferrand, Herr Kechter, Herr Metzroth, Frau Range, Herr Strotzer und Frau Strauß erstmal gemütlich machen. Je weiter wir Richtung Allgäu kamen, desto weißer wurde die Landschaft, das ließ hoffen. Nach 5 Stunden kamen wir dann endlich in Immenstadt an. Weitere 20 Minuten später erreichten wir unsere Herberge, den Gschwender Hof. Nach dem Abendessen wurde es spannend:  die einen kämpften bei der Ausleihe mit den unbequemen Skischuhen und der Fülle an benötigter Ausrüstung und die anderen stellten beim Beziehen der Zimmer fest, dass es weniger Steckdosen als Personen im Raum gab! J Mit Verlängerungskabeln und Mehrfachsteckern wurde Abhilfe geschaffen.

Nachdem alle ihre Ausrüstung hatten, ging es auch schon bald schlafen, um fit für den nächsten Tag zu sein. Nach einem ausgiebigen Frühstück begann das Abendteuer Skifahren. Bereits das Anziehen für die Piste war für die meisten neu und ungewohnt. Doch die Schülerinnen und Schüler meisterten das großartig. Pünktlich saßen wir dann im hauseigenen Bus und fuhren ins Skigebiet Jungholz. Auf der etwa 30 minütigen Busfahrt stimmte Opa Volkmar die Schülerinnen und Schüler auf das Skifahren ein. Besonders das Lied über den Gschwender Hof sorgte bei den Schülerinnen und Schülern täglich aufs Neue für gute Laune und wurde von ihnen lauthals mitgesungen.

Im Skigebiet angekommen, wurde das Material ausgeladen und die Skigruppen gebildet. Unsere 4 Fortgeschrittenen zogen gemeinsam mit Frau Ferrand los, um das Skigebiet zu erkunden. Die restlichen 50 Anfänger gingen erstmal zum Übungsplatz und machten in ihrer kleinen Skigruppe die ersten Erfahrungen mit dem Gleitgerät. Bereits nach einer halben Stunde begann es zu regnen. Doch es machte den Schülerinnen und Schülern so viel Spaß, dass sie der Regen nicht störte und sie ausdauernd ihre ersten Kurven übten. Nass aber zufrieden beendeten wir dann am Nachmittag den ersten Skitag. Zurück in der Herberge wurde geduscht, die Kleidung getrocknet und bis zum Abendessen neue Kraft getankt.

Die Schülerinnen und Schüler nahmen ihre Aufgabe als Tischdienst abends und vor allem auch morgens sehr gewissenhaft wahr und bekamen dafür am letzten Tag noch ein dickes Lob aus der Küche!

Nach dem Abendessen erfreute sich der Aufenthalts- und Tischtennisraum großer Beliebtheit. Neben dem Mörderspiel war auch der Diskoabend mit Limbo und Macarena ein voller Erfolg. Die Abende vergingen wie im Fluge und die Schülerinnen und Schüler merkten schnell selbst, dass das Einhalten der Bettruhe zum erfolgreichen Skifahren dazugehört.

Unser Durchhaltevermögen am ersten Tag  auf der Piste wurde belohnt: am nächsten Tag schien die Sonne und es war echtes Kaiserwetter. Nun konnten wir den Anfängerhang verlassen und uns im Skigebiet weiter vortasten. Die ersten Sesselliftfahrten und Abfahrten waren aufregend, doch schnell funktionierte alles reibungslos. Die nächsten Skitage nutzen die Schülerinnen und Schüler, um in den Skikursen ihre Skitechnik zu verbessern und verantwortungsvolles Skifahren zu erlernen. Um für den jeweiligen Könnensstand möglichst optimale Pisten zu haben, wechselten wir am dritten Tag in ein anderes Skigebiet und fuhren nach Oberjoch.

Das Wetter spielte auch die nächsten Tage mit: nachts fror es und tagsüber schien die Sonne. So machte Skifahren Spaß! Dass Skifahren aber auch anstrengend ist, merkten einzelne zwischendurch, wenn die Konzentration oder die Kraft weg war, wenn die Schienbeine oder die Füße schmerzten oder sie einfach nur Muskelkater hatten. Dank Frau Strauß konnten diese kleineren Blessuren direkt auf der Hütte vor Ort umsorgt und oder mit einer kurzen Pause behoben werden. Anschließend ging es meistens mit neuem Elan wieder auf die Piste. Insgesamt war unsere Unfallstatistik beim Skifahren gut. Skiunfälle gab es nur am letzten Tag. Während der eine mit Prellungen davonkam, hatte eine andere Schülerin eine leichte Gehirnerschütterung. Am Montag waren beiden wieder in der Schule. Bis zum Ende der Skifreizeit konnten alle Schülerinnen und Schüler sowohl mit dem Sessellift als auch mit dem Schlepplift fahren. Eine Schülerin und ein Schüler überwanden sogar ihre Höhenangst und konnten schließlich nach einigen Fahrten auch alleine liften. Trotz einer so hohen Anzahl an Anfängern konnten alle am Ende die blaue Piste sicher hinunter fahren. Einige konnten auch schon die etwas schwereren Pisten befahren. Insgesamt eine super Leistung unserer Schülerinnen und Schüler!

Schnell waren unsere 5 Skitage vorbei und es ging mit dem Zug wieder zurück nach Koblenz, wo die Eltern am Bahnhof gespannt auf ihre Kinder warteten.

Es hat nicht nur den Schülerinnen und Schülern viel Spaß gemacht, sondern auch wir Lehrkräfte hatten unsere Freude daran, den Fortschritt der Schülerinnen und Schüler begleiten zu können und zu sehen, wie sich gruppendynamische Prozesse auf der Piste und in der Freizeit entwickelten. Eine tolle Zeit, an die beide Seiten noch lange zurück denken werden!!!

Verfasst am 05. Februar 2018 von MRange in Allgemein